Blog

Bergi’s Adventskalender 2020 – Sieben Rassen hinter 24 Türchen

Bergi’s Adventskalender 2020 – Sieben Rassen hinter 24 Türchen

Türchen Nummer 24

Ausgewählt von Gundel Granicki: Hundespaziergang zu Weihnachten

Ein kleiner Hund aus gutem Haus, der riss an Weihnachten einst aus.

Einen Spaziergang fand er labend, besonders grad am Heil’gen Abend,

wenn alle Menschen sind in Eile und Hunde haben Langeweile.

Zunächst lief er durch seinen Garten und wollte auf das Frauchen warten.

Das kam nicht heim – so lief er fort. Trollt sich gemächlich durch den Ort,

verbellt ein bisschen Prinz und Rexi, besucht dann freundlich Nachbars Hexi.

Kurz: Er genießt nach Hundeweise ’ne munt’re kleine Weihnachtsreise.

Vergnügt strolcht er auch übern Markt, wo sonst sein Frauchen öfters parkt.

Doch als er nun nach Hause wollte, wusst‘ er nicht mehr, wohin er sollte.

Dem kleinen Hund wird bang zumute. Er senkt die Ohren, klemmt die Rute tief zwischen seine Beine ein. Wie gern würd‘ er zu Hause sein in seinem warmen Hundebett. Die Menschen hier sind gar nicht nett!

Schon naht von fern ein Polizist. „Der wird mich fangen, so ein Mist!“

Das kleine Hundchen rennt und rennt, bis es nicht Weg und Steg mehr kennt.

Längst ist es aus der Stadt hinaus – vorbei am allerletzten Haus.

Da plötzlich hört der kleine Schlingel den Klang von Hufen und Geklingel.

Und sieht im Lichtglanz einen Schlitten, der kommt wie aus des Himmels mitten und wie aus einem großen Tor klingt Lachen und Musik hervor.

„Freut euch, ihr Menschen auf der Erden, euch soll das Fest der Weihnacht werden

mit Glück und Freude und Geschenken will euch das Christkind jetzt bedenken!“

„Wer denkt in dieser frohen Stunde an arme, heimatlose Hunde?“

So bellt und jault das Hündchen kläglich.

„Ein kleiner Hund? Ja, ist das möglich?“ Schon naht sich ihm mit schnellen Schritten das Christkind selbst vom gold’nen Schlitten und nimmt ihn freundlich auf den Arm.

„Nun hast du’s hier erst einmal warm. Ich bring dich in den Hundehimmel, du glaubst gar nicht, welch ein Gewimmel von netten Hunden wird dort warten im wunderschönen Himmelsgarten.“

Das Hündchen lässt sich gerne tragen, doch fragt’s: „Was wird mein Frauchen sagen?“

Es jault auf einmal ganz erschreckt: „Wenn es jetzt, dass ich weg, entdeckt? es denkt doch gleich, ich bin gestorben. Und dann ist ihm das Fest verdorben.

Im Himmel wär‘ es sicher schön, doch Christkind, das musst du verstehen, mein Frauchen, das mich zärtlich liebt, wär‘ sicher allzu sehr betrübt.“

Das Christkind lächelt und es nickt. „Du weiß, was sich für Hunde schickt. Des Hundes Liebe ist die Treue. Drum bringe ich dich jetzt aufs Neue zu deinen Menschen schnell nach Haus. Und dann reißt du nie wieder aus.“

Der Schlitten fliegt mit Schellenklang den Waldweg und die Straß‘ entlang.

Dem Hündchen ist es wie ein Traum. Schon sitzt es unterm Weihnachtsbaum. „Da ist ja unser Strolchi wieder“, ruft Frauchen, und die Weihnachtslieder, die klingen fröhlich jetzt und heiter, das Christkind, das fährt leise weiter….

 – Elisabeth Petzina –

Türchen Nummer 23

Weihnachten ist ja – deklariertermaßen – das Fest der Liebe. Daran haben wir spontan gedacht, als uns vor zwei Tagen ein Kontaktgesuch erreicht hat. Wir fanden es so überzeugend anrührend, dass wir spontan beschlossen haben, dieses 23. Türchen des Adventskalenders zu ändern, um vielleicht doch ein Happy End schon zu Weihnachten zu ermöglichen. Zugegebenermaßen zielt das Kontaktgesuch nicht auf all unsere Leser*innen direkt, indirekt können aber alle wieder einmal erkennen, dass es den Hunden so geht wie den Leuten ;-). Also lest erst einmal (Keine Angst: Der ursprünglich vorgesehene Beitrag fällt nicht weg, sondern erscheint natürlich auch in diesem Kalender).

von Ecco: Der Weihnachtswunsch

Guten Tag an die Damen, die Männer oder die Wesen, die Weihnachtswünsche lesen und wenn möglich in die Tat umsetzten!

Ich stelle uns kurz vor: Ecco della Luna di Lana, 10-jähriger wundervoller gekörter merle Bergamasker Rüde auf der Suche nach einem passenden Weibchen, mit dem Gedanken kleine Bergis zu erhalten. Kater Nemo, ein guter Mäusefänger und Katze Filou, auch ohne Schwänzchen eine elegante Dame! Wir alle drei schmusen gerne zusammen.

Bastian, den ich schon seit ich klein bin als Spielgefährten kenne, und Frauchen Hedi mit Manni, sind die menschlichen Wesen im Haushalt. Wir alle wohnen an der Linnenstrasse 36 in Frankenbrunn, einem wunderschönen Anwesen mit einem großen Garten und viel Platz zum Spielen. Was uns fehlt, ist eine passende Bergamasker-Hündin zur Familiengründung. Der Gedanke wäre dann, einen Welpen aus dieser Familie bei uns in die Familie aufzunehmen. Sollte dieser Wunsch zu groß sein, so bitte ich zu Weihnachten um einen weiblichen Hundewelpen aus einer Zuchtfamilie aus Deutschland oder der Schweiz. Mein Frauchen ist Schweizerin mit einem Zweiwohnsitz in der Schweiz, daher kann ein Welpe aus der Schweiz problemlos bei uns aufgenommen werden.

Seid alle lieb gegrüßt

Ecco della Luna di Lana (Ihr dürft mich gerne Bumbeli 🙂 nennen und findet mich auch in den einschlägigen Rubriken der KfUH-Website)

Aufgeschrieben von Frauchen, die dann noch ergänzt hat:

Ich habe gelernt:

Bete aus reinem Herzen, mit guter Absicht und gib es in göttliche Hände

Warte und erhalte

Ich bitte um ein Fortbestehen dieser tollen, unbeschreiblichen Rasse und wenn es sein darf mit jungen Welpen von unseren Ecco.

Danke für das Lesen unseres Weihnachtswunsch und Ihnen allen wünsche ich eine gesegnete Weihnachtszeit

Hedi Schallenberg-Lehmann

Türchen Nummer 22

von Karin Schildknecht: Das Mudi-ABC

Unser „Azut vom Schöntaler Storchenturm“ zaubert uns jeden Tag ein lächeln ins Gesicht. Ein Leben ohne den Wirbelwind können wir uns nicht mehr vorstellen. Für die den Mudi nicht kennen, er ist ein Alleskönner von A bis Z!

A: Ausdauernd

B: Bellfreudig

C: Charismatisch

D: Draufgänger

E: Einfühlsam

F: Flink

G: Gelehrig

H: Herzlich

I: Intelligent

J: Jederzeit Bereit

K: Kommunikativ

L: Lustig

M:Mutig

N:Neugierig

O: Originell

P: Powerpaket

Q: Quirlig

R: Robust

S: Selbstsicher

T: Tüchtig

U: Unterhaltsam

V: Verspielt

W: Warmherzig

Z: Zielstrebig

Mit allen diesen Eigenschaften hat er im September 2020 den Einsatztest für die schweizerische Rettungshundestaffel bestanden. Hoffentlich dürfen wir bald an unseren ersten Einsatz gehen.

Wir wünschen Euch eine wunderschöne und besinnliche Adventszeit mit Euren geliebten Zwei- und Vierbeiner und bleibt gesund.

Türchen Nummer 21

von Marie Gerwin: Jessy und Gerom auf Reisen

Dieser Sommer ist anders als die Sommer zuvor und so musste unser Urlaub auch spontan anders ausfallen als sonst. Somit haben wir uns entschieden einige schöne Ausflugsziele anzusteuern, bevor wir nur Zuhause geblieben wären. (natürlich alles mit dem entsprechenden Abstand und Schutz 😉 ) Unterandern waren wir in Monschau, Renesse, Eifel, Gelsenkirchen, in der Zoom Erlebniswelt oder im Hoge Velue. Zuerst ging es nach Monschau, in der Nähe der belgischen Grenz, wo wir von Schatten zu Schatten geflüchtet sind und die Sehenswürdigkeiten lieber auch von diesem aus genossen haben. Zum Glück fließt in Monschau noch ein Fluss, wo sich die Hunde abkühlen konnten. Das nächste Ziel war Renesse einen Tag später um sich am Meer richtig abzukühlen. Insbesondere Jessy hat viel Spaß im Meer und wollte gar nicht mehr aus dem Wasser, verständlich bei den Temperaturen um 35 Grad. Auch wenn Gerom das Wasser nicht so mag zum Schwimmen, kam er auch noch auf seine Kosten in unserem Urlaub. Denn kurz darauf ging es in die Eifel um dort zu spazieren. Durch die Bäume waren die Temperaturen auszuhalten und Gerom konnte mit Jessy etwas toben. Für uns war das Highlight der Zoo Besuch in Gelsenkirchen, wo die beiden natürlich auch mit dabei waren. Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Erdmännchen von Jessy und Gerom, die quirligen kleinen plüschigen Männchen hätten die beiden den ganzen Tag beobachten können. Der schöne Abschluss war dann noch der Ausflug zum Naturschutzpark in Holland, wo die Heide anfing aufzublühen. Umgeben von den Wildpferden, die sich auf dem Gelände frei bewegen können, ging die Sonne langsam unter und die Heide färbte sich mit der Sonne in eine kräftige schöne Farbe. Auch wenn es nicht weit weg ging dieses Jahr, war der Urlaub Zuhause und in der näheren Umgebung sehr schön. Aber nächstes Jahr wollen wir dann doch gerne wieder etwas weiter weg.

Türchen Nummer 20

von Ingrid Weininger: Die Geschichte von Medve ist eine besondere und sie ist noch nicht zu Ende…

Medve lebte im tiefsten Ungarn, einer einsamen Gegend, zusammen mit einer Schäferhündin. Er gehörte einem Mann, der anscheinend eher weniger ein Herz für Hunde hatte.

Zufällig kam eines Tages ein LKW-Fahrer in diese Gegend, musste mal einem menschlichen Bedürfnis nachgeben und hielt zufällig vor dem Anwesen an, in dem Medve lebte …besser gesagt gerade noch lebte.

Das Häusl in dem Anwesen war bis auf die Grundmauern abgebrannt und der LKW-Fahrer bemerkte auch die Hundehütte, vor der zwei angekettete Hunde lagen.  Die Schäferhündin war schon tot, der schwarze Rüde versuchte sich hochzurappeln und zu bellen, war aber zu schwach.

Später stellte sich heraus, dass der Besitzer der Hunde – ein alter Mann –  bei dem Brand ums Leben gekommen war, was bis dahin keiner bemerkt hatte. Es muss schon eine Weile her gewesen sein, die Hunde hatten seither kein Wasser, kein Futter, konnten sich selber nicht helfen, weil sie angekettet waren.

Der LKW-Fahrer nahm den Rüden mit, gab ihm zu trinken und fütterte ihn mit dem, was er grade dabei hatte, wollte ihn ins Tierheim bringen. Auf der Fahrt dorthin aber hatte sich schon sowas wie eine Verbindung zwischen den beiden entwickelt. Er brachte ihn nicht ins Tierheim, sondern er nannte ihn „Medve“. Der war ein zäher Bursche, er erholte sich zusehends, kam wieder zu Kräften und wurde für fast ein Jahr lang sein Beifahrer

Sein Retter sah aber ein, dass der Rüde ein Zuhause braucht, ewig im LKW mitzufahren ist auch nicht das Wahre. Also meldete er ihn bei einer Tierschutz-Organisation in Ungarn zur Vermittlung an und wie es der Zufall will, erfuhren wir davon –wir suchten ja einen Mudirüden für Georg Schaipp.

Medve wurde dann direkt von seinem Herrchen im LKW nach München gebracht. Er wollte sehen, wohin er ihn geben würde und wenn es ihm nicht gefallen hätte, hätte er ihn nicht dagelassen. Da zu dem Zeitpunkt Elisabeta – die ungarische Pflegerin von Georgs verstorbener Frau – zu Besuch war, war die Verständigung perfekt. Medve blieb da und hat sein Glück gefunden. Übrigens hat dieser LKW-Fahrer zwei Jahre später nochmal Station in München gemacht und bei Georg vorbeigeschaut, wollte sehen, wie es seinem Medve geht…

Medve („Bär“) ist ein schwarzer großer Mudi-Mix, ein einmalig guter Hund, Georg und er – die beiden waren eins. Er ist jetzt ca. 13-14 Jahre alt, er war zur großen Liebe von Georg geworden und ich habe ihm versprochen, mich um ihn zu kümmern oder ihn zu mir zu nehmen, sollte er vor ihm gehen…

Türchen Nummer 19

von Alexander Seitz: Angst vor Hunden – nicht beim Bergamasker

Wir hatten letzten Sommer ein Grillfest für Firmenmitglieder und deren Familien. Da waren auch einige Kinder dabei – und ich mit Elwood. Viele Kinder waren ganz begeistert von dem Hund, der immer lacht, der sich auf dem Boden ganz lang streckt und dann anfängt auf einen zu zu robben und der sich wie ein Breakdancer auf dem Rücken wälzt, so dass er aus dieser Position teilweise auch Luftsprünge macht. So kam es, dass die meisten Kinder sehr schnell begeistert von dem Sonnenschein waren und mit ihm auf dem weitläufigen Gelände Gassi gingen. Nur ein Junge hatte Angst vor Elwood. Keiner wusste warum, auch der Vater des Kleinen konnte sich das nicht erklären. Aber der Junge schaute immer verstohlen und aus sicherer Entfernung zu, wie die anderen Kinder mit Elwood Ball spielten, wie sie mit ihm an den Brunnen gingen und Elwood sich in das kühle Bad stellte. Als sie ihn ein weiteres Mal an der Leine Gassi führten, fasste sich auch dieser Junge schließlich ein Herz und griff mal an die Leine – das Ende ist ja ungefährlich. Der Vater machte zunächst große Augen, als ich ihn darauf aufmerksam machte. Der erste Schritt war getan und ein weiteres vorsichtiges Antasten folgte, indem einmal vorsichtig an das Fell des Hinterteils gefasst wurde. Über Leckerli fiel die Angst des Jungen langsam immer weiter. Also Leckerli, die der Junge Elwood gab und nicht Leckerlis für den Jungen. Zuerst legte er diese vor Elwood auf den Boden, bis er sie dann schließlich sich auch vond er Hand nehmen ließ.

Bis zum Ende des Grillfestes waren die beiden fast nicht mehr auseinander zu bringen. Vielleicht wird es ein neuer Welpeninteressent?

Es hat mich glücklich gemacht zu sehen, wie Elwood durch seine freundliche Art es geschafft hat, dem Jungen die Angst – zumindest ein stückweit zu nehmen.

Türchen Nummer 18

von Heidi Dieck: Clown, Komiker oder doch ein kleiner Autist?

Als unser kleiner Jesko zu uns kam, war er gerade erst ein paar Wochen alt. Jeden Abend, kurz bevor ich ins Bett ging, trug ich ihn nochmal nach draußen. Es war Ende Dezember und doch recht kalt und vielfach nass. Man merkte, dass es so gar keine Lust hatte, sich nach draußen zu begeben. Warum auch – drinnen war es mollig warm vorm Kamin. Kam er anfangs noch freudig angesprungen, legte sich das recht schnell und bereits, wenn ich mich erhob, ging ein Auge auf, mit einem Blick, der sagte: Och nee, nicht schon wieder.

Irgendwann hatte ich wohl begonnen, ihn aus Spaß aus seiner Schlaflage auf die Beine zu heben … . Das abendliche Ritual sah und sieht noch heute nun so aus:

Ich steh auf, er hebt erschreckt den Kopf: Du willst raus???? Wie? Was? Jetzt schon??? – Nein – nicht doch – ich schlaf doch gerade so schön (mitnichten, der kleine Kerl lauert schon die ganze Zeit, wann ich endlich gehe).

Na gut, ich komme mit – aber du musst mich auf die Beine stellen, ich kann das nicht.

Huch, Hilfe, die hat mich ja wirklich auf die Beine gestellt – sind das meine Beine? Da muss ich erst mal schauen ….

Jesko fällt wieder in Schlafposition um ….

2. Versuch

Scheinen ja doch meine Beine zu sein – ich steh ja schon wieder.

Wenn ich jetzt mein Herrchen ganz lieb anschaue, ob der vielleicht was tut? Nein, der grinst sich nur eins …. so ein Käse

Ich fall trotzdem nochmal um, mal schauen, was die dann machen.

3.Versuch

Ja, bis zur Mitte des Weges nach draußen sind wir nun schon gekommen. Jesko fällt wieder um.

Wenn ich jetzt gaanz dramatisch umkippe, mich auf den Rücken drehe und mich schlafend stelle …. ob das klappt?

Nein, verdammt, die lassen sich nicht täuschen …. Na gut, dann gehe ich eben mit ….

Und ja, es ist wirklich noch heute so. Je nach Lust und Laune verlängert er das auf ein bis 3x ganz theatralisch umfallen. Was haben wir schon gelacht. Clown, Komiker oder doch ein kleiner Autist?

Übrigens, hat ihn abends meine Tochter, weil wir mal eine Nacht nicht da sind – geht er ganz brav bei der ersten Aufforderung mit.

Türchen Nummer 17

von Rita und Frank Bergande: „Pink Floyd“ & „Ylvi“, die Geschichte einer Freundschaft

Nach dem Tod unseres geliebten Pyrenäenberghund Rüden „Frits“, war für uns sehr schnell klar, dass wir wieder einen Hund haben wollten.

So zog im Oktober 2014 der damals 6 Monate alte Pyrenäenberghund Rüde „Pink Floyd“ bei uns ein.

„Pink Floyd“ machte sich prima und war viel einfacher zu erziehen als sein Vorgänger.

Unser Jungrüde war sehr umgänglich, liebte alle Hunde und ging auch sehr gerne in die Hundeschule, wo er fast ein Musterschüler war.

Dennoch spürten wir, etwas fehlte ihm…die vielen Hundekontakte außerhalb des Hauses reichten „Pink Floyd“ nicht, wir hatten das Gefühl, er braucht einen Hundekumpel.

Also machten wir uns im August 2015 auf zu einem Tierheim im Odenwald, dies war uns durch unsere Hundetrainerin empfohlen worden.

Unserem Jungrüden wurden drei Damen vorgestellt, aber nur bei einer hat es so richtig gefunkt!!

Obwohl „Ylvi“, damals noch „Beate“ Ihre wunderschönen weißen Zähne nach Kräften zeigte und laut knurrte… „Pink Floyd“ war verliebt…!!!

Die Mitarbeiterin des Tierheimes war sehr irritiert, dass wir mit dieser Hündin spazieren gehen wollten, da sie so gar keine Zuneigung für unseren Rüden zeigte.

Wir machten uns aber dennoch auf den Weg … und siehe da, im Wald wurde es schon etwas besser!

„Pink Foyd“ lief „so ganz beiläufig“ immer wieder an seiner Auserwählten vorbei und „Ylvi“ verlor ihre Angst, uns war klar, sie wird sich an unserem Rüden orientieren … !

So zog „Ylvi“, die kleine Straßenhündin aus Rumänien eine Woche später bei uns ein.

Schon am zweiten Abend lagen die beiden eng zusammen, seitdem sind sie unzertrennlich!

„Pink Floyd“ und seine „Ylvi“ ergänzen sich hervorragend, fahren zusammen im Kofferraum des Autos und da „Ylvi“ durchaus Respekt vor ihrem großen „Pinky“ hat, gab es noch nie Streit.

Gemeinsam genießen die beiden Reisen, lange Spaziergänge in der Natur, Städtetouren, Restaurantbesuche und sogar die Besichtigung von UNESCO Weltkulturerbe…und wenn sie mal nicht unterwegs sind, bewachen beide mit großem Eifer unser Grundstück.

„Pink Floyd“ und seine „Ylvi“ sind immer dabei und wir hoffen, dass wir noch lange Freude an unserem Dreamteam haben…

 Frank & Rita

Türchen Nummer 16

von Aleksandra Bartkowiak: Alle Jahre wieder

Liebe Freunde, 

Advent, Advent, die Zeit, die rennt. Weihnachten. Alle Jahre wieder und doch wird in diesem Jahr alles anders. Corona hin, Corona her: mit einer Prise Humor und den Hunden an unserer Seite machen wir das Beste draus. 

Alle Jahre wieder und doch anders werden deshalb auch die Weihnachtslieder: diese präsentieren Euch die Kinder heute im Bergi-Style. Gerne dürft Ihr beim Lesen auch singen… aber Vorsicht! Einmal in dieser Ausführung performt, läuft man schnell Gefahr, diese Version auch unterm Tannenbaum zum Besten zu geben 🙂 

Frohe Weihnachten und bleibt gesund und munter! Eurer Lucky und Familie

Alle Jahre wieder 

kommt ein Bergi-Kind

auf die Erde nieder,

wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinen Zotten

ein in unser Haus,

geht auf allen Wegen

mit uns ein und aus.

Leise rieselt der Schnee,

der Bergi will spielen, oh jee,

Eisklumpen an den Pfoten, 

pitschnass auch noch die Zotten.

Kling, Glöckchen, klingelingeling, 

kling, Glöckchen, kling!

Spielt mit mir ihr Kinder, 

der Bergi mag den Winter, 

öffnet mir die Türen, 

ich werd´ schon nicht erfrieren,

Kling, Glöckchen, klingelingeling, 

kling, Glöckchen, kling!

O Bergilein, o Bergilein,

wie lang sind deine Zotten,

Du miefst nicht nur zur Sommerzeit,

nein, auch im Winter, wenn es schneit, 

o Bergilein, o Bergilein, 

wie lang sind deine Zotten.

Schneeflöckchen, Weißröckchen, 

wann kommst du geschneit, 

die Bergis, die warten, 

wann ist es so weit?

Schneeflöckchen, Weißröckchen,

tobt der Bergi im Tal, 

wir freuen uns mit ihm 

und werfen den Ball!

Türchen Nummer 15

von Manuela Müller: Rudi, der Puli

Samstagmittag, endlich tut sich was. Frauchen packt die Trainingstasche und fängt an, das Auto zu packen. Hm, ich glaube, es geht bald wieder los. Aber als dann der gute Duft von gekochter Hühnerbrust durch das Haus schwebt ist es ganz klar …es geht auf ein Turnier. Ich verfolge nun Frauchen noch mehr als sonst schon, damit sie ja nicht ohne mich losfährt. Aber leider passiert dann nichts mehr. Aber dann. Sonntagmorgen 5 Uhr. Der Wecker im Schlafzimmer meiner Menschen rappelt. Völlig zerknittert und schlaftrunken kommt nun mein Frauchen aus dem Bett gekrochen und mosert vor sich hin, warum man nur so blöd sein kann, freiwillig sonntags um diese Uhrzeit aufzustehen. Wenigstens regnet es nicht. Ich hingegen bin hellwach und stehe schon voll unter Strom. Jetzt geht es bald los. Frühstücken, noch schnell raus mit meinen beiden Mitbewohnern, die sich anschließend wieder ins Bett verkrümeln, Hühner rauslassen und dann ab ins Auto. Nachdem ich noch ein Nickerchen im Auto gemacht habe sind wir auch schon auf einem fremden Platz. Zuerst kommt dann die Unterordnung, da schmeißt Frauchen meistens die Nerven an die Wand, so ein Quatsch ich kann das doch. Dann die Laufdisziplinen. Und bestenfalls stehen wir auf dem Treppchen. Letztes waren wir sogar in Weeze an der holländischen Grenze auf der VDH Deutschen Meisterschaft. Da waren wir beide stolz wie Bolle, denn wir haben den ersten Platz gemacht, sogar vor einem Schäferhund. Das war super, denn ich als Puli bin schon ein Exot im Turnierhundsport.

Hoffentlich geht es bald wieder los und ich kann wieder, gemeinsam mit meinem Frauchen auf Turniere und diese verrückte Zeit hat ein Ende.

Liebe Grüße Rudi

Türchen Nummer 14

von Andrea Strauß: Kimba, der weisse „Löwe“….

(…der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…)

Es wurde ein kleiner weißer Pumirüde geboren. Zeitgleich fand seine zukünftige Familie bei sich zuhause eine ca. 4 Wochen alte schwarze Wildkatze……sie bekam vom Enkelkind den Namen Nala. So lag es nahe, der Welpe soll Kimba heißen…wie im Film…

Die kleine Katze wurde liebevoll mit der Flasche aufgepäppelt… blieb aber scheu. Endlich zog auch der weisse Pumiwelpe Kimba ein. Schon nach wenigen Tagen begann eine unendliche Geschichte, aus vorsichtigen Annäherungen wurde Spiel mit rennen und raufen, sich gegenseitigem Klauen der Spiezeuge und zunehmenden Vertrauen.

Mittlerweile können die beiden schon nicht mehr ohne einander. Spielen, toben, gemeinsames Fressen und trinken. Besonders schön anzusehen ist das gegenseitige liebkosen und lecken mit kuscheln. Keiner will ohne den anderen schlafen – ein Körpchen reicht.

Frauchen fragt sich immer häufiger – wer ist Hund und wer ist Katze. Nala ist ganz auf ihren hundischen Kumpel fixiert und begleitet ihn sogar auf Streifzügen durch den hauseigenen Wald oder auf Spaziergängen mit Frauchen…  ein tolles Dreamteam

Türchen Nummer 13

von Simone Schubert: Betriebsausflug 

Der RUMO 2000 ist nun knapp zwei Jahre alt. Nach wie vor sind wir von diesem Qualitätsprodukt sehr begeistert. Allerdings treten derzeit einige Probleme im Betriebssystem auf. Im Internet finden sich diverse Produktbeschreibungen anderer Modelle und schnell wird klar: dieses Frontalhirndefizit ist alterstypisch und kein Grund zur Reklamation. 

Anfang September waren wir mit dem RUMO 2000 auf einem Bergi-Treffen. Der Junior war sofort wie „angeknipst“ und wäre das Chaos im Hirn in Lichtenergie umgewandelt worden, wäre der Lichtstrahl kilometerweit zu sehen gewesen. 

Kaum am Ausflugsziel angekommen, spendierte die Nebenniere dem Hirn eine Runde Dopamin. Diese legale Partydroge darf auf keinem guten Betriebsausflug fehlen und sorgte zusammen mit dem Stimmungsaufheller Serotonin sofort für ausgelassene Partylaune. 

Das Riechorgan meldete pflichtbewusst: „Parkplatz, Wiese, leichter Ostwind, mehrere Weibchen, einige Rüden, viele unbekannte Zweibeiner“, und nach wenigen Sekunden der Datenauswertung flötete das Großhirn bereits überschwänglich: „Brautschau!“.   

Berauscht von den vielen Pheromonen nahm das Schnupper-Radar Fahrt auf, und während das Riechhirn die Daten noch verarbeitete, bildeten sich im Limbischen System bereits die ersten rosa Herzchen. Das ausgeschüttete Testosteron brachte das Blut in Wallung und ließ nur eine logische Schlussfolgerung zu: „Ich Tarzan!“.     

Derweil kam es zwischen den Ohren zu einer Unterhaltung. „Ich höre was, was du nicht hörst, und das ….. ist Patrick!“, „Wie klingt er?“, „Genervt!“, „Hast du es weitergeleitet?“, „Hab`s versucht – Mailbox!“, „Betriebsausflug?“, „Jap“, „Und sonst so?“, „Muss ja!“ … 

Allen Mädels den Hof zu machen war dem RUMO 2000 irgendwann zu stressig, weshalb er sich schließlich nur an eine Dame heftete.

Obwohl an anderen Orten des Gehirns Reize durchaus verarbeitet wurden, konnten am Frontalhirn auflaufende Reize lediglich aus folgenden Optionen auswählen: „Für den Marktleiter drücken Sie bitte die 1, für den Getränkemarkt die 2, für ein Rezept die 3, für eine Terminvereinbarung die 4, und wollen Sie persönlich mit uns sprechen die 5!“. 

Während sich nun diverse Reize vor dem Frontalhirn stauten, veranstaltete das Dopamin mit dem Serotonin eine Polonäse durch das Limbische System. 

Dies ließ den Betriebsausflug schließlich völlig aus dem Ruder geraten. Denn es verleitete den RUMO 2000 dazu, älteren Rüden die Auserkorene abspenstig zu machen. Während das Kleinhirn einen Zickzack-Kurs vorschlug, grölte das Großhirn vom Testosteron angefeuert: „Mann voran!“ ….       

Da erspähten die Augen in der Ferne einen sich rasch nähernden schwarzen Punkt am Horizont, woraufhin der Sehnerv das Kleinhirn fragte: „Ist das Patrick?“. Das Kleinhirn schätzte Größe und Umriss ab und bewertete: „Ja!“. Es konnte sogar hinzufügen, dass dieser offensichtlich ziemlich sauer war.    

Den Rest des Nachmittags verbrachte der RUMO 2000 angeleint. Es sei aber gesagt, dass wir – trotz einiger „Aussetzer“ vom Junior, einen wundervollen Tag auf der Blaubeurer Alb verbracht haben, mit tollen Gastgebern und vielen lieben Menschen der großen Bergi-Familie. 

Und wenn dem RUMO 2000 in ein paar Monaten das Riechorgan ein Weibchen „meldet“, erfolgt hoffentlich die Rückkopplung „lohnt“, oder „lohnt nicht“.     

Euch allen eine schöne Adventszeit, Simone

PS: Dieser Bericht hält keiner wissenschaftlichen Kritik stand.

Türchen Nummer 12

von Petra Hieke: Kanutour

Dies ist eine Geschichte, über eine Kanutour, die ich mit meinem ersten Pyri, meinem Falko erlebt habe, auch wenn es schon etwas her ist – Falko ist nun schon 7 Jahre im Hundehimmel – wollte ich sie Euch nicht vorenthalten:

Gestern sind mein Frauchen und ich mit Petra und Pebbles (Rottweiler) nach Herford gefahren. Dort warteten schon ein paar Leute mit Hunden auf uns. Da war ja auch Frank, den kannte ich schon von der Wanderung in der Lüneburger Heide 2007.

Super, jetzt wandern wir wieder, dachte ich noch so, wurde aber gleich eines besseren belehrt. wir gingen alle an den Fluss (Werre). Da lagen so komische Dinger im Sand, mein Frauchen sagte mir, dass das Kanu´s sind und wir steigen da gleich ein und fahren den Fluss hinunter. Was?! Da einsteigen, hahahaha, Frauchen macht Witze, ich und da einsteigen?? Keine Chance!! Und Pebbles sah auch nicht so aus, als würde sie gleich vor Begeisterung Luftsprünge machen!

Ich hätte es jedoch wissen müssen, wenn sich mein Frauchen was in den Kopf gesetzt hat, will sie diesen auch durchsetzen, außerdem kenne ich Frank, der hat mich doch gleich einfach ins Boot gesetzt. Pebbles und Petra waren auch schon drin. die anderen Boote wurden auch besetzt.

Und dann ging es los. Aber wenn mein Frauchen glaubt, ich lasse mir das einfach so gefallen, ha, da kennt sie wiederum mich nicht! von wegen Platz machen, ätsch, nicht doch!

Das Kanu wackelte ganz schön, so daß wir nochmal Plätze getauscht haben, bei uns fuhr jetzt ein Mann mit einem Labrador-Mischling mit und Petra fuhr mit Pebbles bei Frank mit. Das heißt aber nicht, das ich jetzt Platz gemacht habe, neeeee ich doch nicht!! erstmal Wasser saufen, das ist lustig wenn man sich über den Bootsrand beugt und das Wasser nur so in das Maul läuft, komisch nur das die Menschen an Bord das wohl nicht so gut fanden, sie schimpften, sagten wir kippen gleich um und so. Ich dachte, wieso denn, ist doch schön so!! dann drehte ich mich ein paar Mal, wollte ja auch die wunderschöne Umgebung sehen und zwar von allen Seiten; aber auch das gefiel meinem Frauchen gar nicht, denn es wackelte wieder ganz arg. Wer macht denn das bloß immer mit dieser Wackelei?? Frauchen sagte ich wäre das, kann doch aber nicht sein, oder was meint ihr???

Naja zur Beruhigung habe ich meinem Frauchen erstmal das Ohr geleckt (hihihi, sie konnte sich nicht wehren, musste ja paddeln)

Pebbles im anderen Boot sah auch nicht besonders glücklich aus, sie jedoch hatte sich vorne in Kanu hingesetzt und da wackelte es nicht so. An einigen Stellen des Flusses mussten wir aussteigen und die Boote aus dem Wasser ziehen, um sie an anderer Stelle wieder ins Wasser zu lassen, Die Menschen meinten, das geht nicht anders, da wir an diesen Stellen nicht mit den Booten weiterkamen. Das Aussteigen war eine Sache für sich, der Mann in unserem Boot hat mich meistens rausgehoben (ich wiege ja bloß 50 Kilo, also ging es. Nur das eine Mal, hatte ich etwas Angst und habe mich dagegengestemmt, da ist der Mann ins Wasser gefallen. Das war mir vielleicht peinlich, denn das wollte ich wirklich nicht. Meinem Frauchen war es auch sehr unangenehm! Bei einer Pause gab es für die Menschen Kaffee und Kuchen, da konnten wir Hunde den festen Boden unter den Füssen genießen. Nach der Kaffeepause ging es weiter; ich habe mittlerweile die Fahrt genossen und mich endlich hingelegt, natürlich ganz dicht bei meinem Frauchen, damit auch sie beruhigt ist. Jetzt wurde es richtig schön. Was haben wir nicht alles an Tieren gesehen, auch andere Kanu-Fahrer waren unterwegs, die haben uns immer angestaunt, das habe ich nicht verstanden (die haben wohl noch nie einen Pyrenäenberghund im Kanu gesehen).

Nach so 13 km Fahrt auf der Werre kamen wir an unser Ziel an, dort wurde für uns alle gegrillt (naja mehr für die Menschen) und danach haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht. Ich habe schon im Auto fest geschlafen.

Wenn ihr mich fragt, es war ein großes, aufregendes Abenteuer für Pebbles und mich, dass ich nicht ganz so schnell wiederholen möchte.

Euer Falko

(RIP mein Held)

Türchen Nummer 11

von Annette Rüther-Dörre: Novembermorgen

Es ist früh am Morgen. Bald muß ich aufstehen. Jäh wurde mein schöner Traum durch den Wecker beendet. Stockdunkel ist es draußen, und das Fenster im Schlafzimmer ist beschlagen.

So gemütlich ist es im warmen Bett. Ich seufze tief. Aus der Ecke des Zimmers kommt ebenfalls ein Seufzen.

Noch ein Seufzer- wieder höre ich mein Echo.

Dann macht es Tapp- Tapp auf dem Holzboden, und schon liegt ein wuscheliger Bergamaskerkopf neben mir auf dem Bettlaken. Florinas lang bewimperten großen braunen Augen schauen mich fragend an.

Klar – für das morgendliche Streicheln und Kuscheln ist noch etwas Zeit eingeplant. Und während ich das liebe Hundegesicht streichle und treue Augen mich dabei seelenvoll anblicken, werde ich ruhig, meine Gesichtszüge entspannen sich, das geschieht von ganz allein. Unwillkürlich lächle ich.

Türchen Nummer 10

von Annette Bothien: Ziemlich beste Freunde

Im letzten Jahr war Vino noch süß, er war Welpe und entwickelte sich zum vielversprechenden Junghund. In diesem Jahr ist alles anders. Mit zehn Monaten begann er, das Bein zu heben, mit zwölf Monaten beschloss er erstmalig den Aufstand gegen seinen unmittelbaren Vorgesetzten, den Irish Terrier Rüden Quentin, zu wagen. Schließlich ist der ja gar kein richtiger Rüde nach Vinos Auffassung, er ist nämlich kastriert. Quentin sieht das bis heute anders, immerhin ist er älter und hat vor allem ältere Rechte. Der Jungspund gehörte in seine Schranken gewiesen! Im Abstand von mehreren Wochen hatten wir mehrere kurze, heftige und ernste Auseinandersetzungen der beiden Rüden.

Aber das ist nur die eine Seite. Auf der anderen Seite spielen die beiden bis heute täglich miteinander, sind gute Kumpels. 99,9% der Zeit ist alles gut. Seit mehreren Wochen hatten wir keine Probleme mehr mit den beiden, aber bei weiteren Hormonschüben können vielleicht auch noch mal die Fetzen fliegen, wer weiß. Wir hoffen, die Freundschaft der beiden wird auch das aushalten. Für uns Zweibeiner ist es übrigens vollkommen egal, wie die beiden sich sortieren, Hauptsache, wir haben Frieden zu Hause. 

Mit der Pubertät ließen phasenweise auch das Hörvermögen und das Gedächtnis schlagartig nach: „Habe ich da etwas gehört? Ich glaube nicht…“ „Sitz? Was war das noch mal???“ Der Umbau des Hirns erfordert einiges an Geduld, aber unser Terrier zeigt uns, das auch das irgendwann vorbei geht, das beruhigt ungemein. Beim Bergi wird das wohl auch so sein, vielleicht noch nicht morgen, aber irgendwann einmal…

Türchen Nummer 9

von Ingrid Weininger: Mount Everest Maros…..

1973  – unser Komondor-Rüde Maros (spricht man Marosch, ist aber egal, er hieß bei uns „Schnuffi“ ) war ein stattlicher großer Rüde geworden, mit einem Hang zu Süßem. Ist ja für Hunde bekanntlich nicht gesund, war ihm aber egal – er war ja auch ein ausgebuffter Dieb was das anbelangte.

Kurz und gut, wir bekamen Anfang Dezember Besuch, sie brachten für unsere drei Kinder die typischen Nikolaus-Sachen und Weihnachtsplätzchen mit und für den Papa und mich eine große Bonboniere mit Asbach-Uralt Cognacbohnen…

Wir verabschiedeten unsren lieben Besuch, das geht ja nicht so schnell und wir redeten noch eine Weile am Gartenzaun und als wir wieder in Haus gingen sahen wir die ganze Bescherung:

Maros hatte sich die Bonboniere, die auf der Anrichte lag, geklaut, die Packung sachgerecht aufgerissen und er hatte anscheinend anfänglich die in Goldstaniol eingewickelten Bohnen ausgepackt und gefressen – so ca. 2 oder drei Stück – dann war er auf den Geschmack gekommen und hat sie nicht mehr ausgepackt, sondern nur noch aufgebissen und den Cognac rausgelutscht, bei allen! Und er lag da, sturzbetrunken. Als wir ihn ansprachen, wedelte er albern, grummelte vor sich hin, versuchte aufzustehen, torkelte und fiel wieder hin. Die Kinder hatten den größten Spaß mit ihm – mein Mann und ich weniger, wir machten uns große Sorgen.  Auf dem Land und am Sonntag – einen Tierarzt zu bekommen war nicht möglich. Aber Maros war ein Bär von einem Rüden ca. 60 kg und …er schlief seinen Rausch aus, soff anschließend Unmengen Wasser und war hernach wieder fit und gesund! Künftig haben wir derlei Mitbringsel eingeschlossen…

Er war ein besonderer Hund, bis heute unvergessen, selbst in Karpfhofen, dem Dorf in dem wir damals lebten, erinnern sich heute noch Leute an ihn. Von ihm gibt es noch viele unvergessliche Anekdoten 🙂

Türchen Nummer 8

von Caissa Engelke: Mein Besuch bei Florinchen

Wir waren echt lange unterwegs…  Unsereiner weiß ja nie, wohin es geht und muss sich deshalb überraschen lassen. Meine beiden Menschen waren gut drauf…unser Ziel könnte also etwas Schönes und Aufregendes sein…*freu*

Als wir endlich ankamen, dachte ich: Nanu, hier waren wir doch schon mal…und meine Nase trügt mich nie! Erleichtert und erfreut hüpfte ich aus dem Auto.  *schnüffel* Coooool, toller Wald! Und plötzlich standen sie da: Mein Schwesterchen Florina mit Annette! Was haben wir uns gefreut!!!*hüpf, hüpf*

Wir liefen gemeinsam zur „Ponyweide“, wo zwei Ponys wohnen, die Annette gerettet hat. Florinchen führte mich herum, zeigte mir Unterstand, Futterkrippe und Wasserstelle. Wir stöberten gerade so fröhlich und sammelten mit unserem Fell die reifen Kletten, da bewegte sich hinten etwas auf der Wiese! Mehrere Tierchen, mit langen Ohren, hoppelten auf dem Rasen! DIE machten Stimmung!!! Am liebsten hätte ich mitgespielt! Doch wir durften beide nicht hin! Schade! Florina kannte die Kaninchen schon, war aufgeregt und wollte sie vertreiben, denn schließlich war das ihre Wiese! *Wuff!*

Später spazierten wir zum See. Am Ufer lagen mehrere Hunde mit ihren Menschen und ließen sich die Bäuche kraulen. Die Wassertemperatur fanden wir „nicht bergilike“ und gingen nur bis zum Bauch hinein. Reicht ja auch – als Abkühlung.*grins*

Das tapfere Florinchen brachte uns alle dann sicher durch den stockdunklen Wald zurück. War das aufregend!*grusel* Nur der Mond schien durch die Bäume und es rauschte, knackte, raschelte…

Im Körbchen angekommen, hab ich gleich „Bergiyoga“ gemacht…war hundemüde.

Am nächsten Morgen hab ich mich mit Florina im Garten getroffen. Wir hatten soooo viel Spaß beim Buddeln und Wälzen in der Erde. Warum Menschen sich nicht einfach mal entspannen und ein kühles Erdloch genießen können, verstehe ich nie!

Dann fuhren wir leider weiter… an die Ostsee. Doch das ist eine andere Geschichte…

Bis bald! Eure Fidelia

Türchen Nummer 7

von Marianne Nyman: Bertie – our Corona puppy!

Vor einigen Jahren haben wir einen vielversprechenden Welpen aus Ungarn importiert. Leider war sie weder ein Hund, der den Showzirkus genoss, noch hatte sie Hüften, die einen Zuchteinsatz erlaubten. Es war für uns ein bischen traurig zu erkennen, dass wir in eine „Sackgasse“ geraten waren. Der Züchter in Ungarn bot uns sofort einen neuen Welpen gratis an, wenn wir es wieder versuchen wollten. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis wir eine Kombination gefunden hatten, die uns beiden in Bezug auf Abstammung, Gesundheitsergebnisse, Ausstellungsergebnisse, Farbe usw. gefiel.

Am 9. Dezember 2019 wurde Pörgelóci Cigány geboren. Wir hatten einen sehr hektischen Beginn des Jahres 2020, so dass wir nicht allzu viel an die schöne Welpenzeit dachten, die wir verpasst hatten. Aber natürlich haben wir uns darauf gefreut, ihn hier bei uns zu haben! Es wurden Pläne geschmiedet, Tickets gekauft und ein Hotel für unsere Reise nach Ungarn gebucht, damit wir den kleinen Bertie am 24. März abholen konnten. Und dann kam Corona… Wir alle wissen nur zu gut, was dann geschah. Keine Flüge, keine Grenzübergänge und definitiv keine Möglichkeit, Bertie abzuholen!

Natürlich waren wir sehr traurig, aber wir wussten auch, a) dass wir nichts tun konnten und b) dass unser Welpe an einem guten Ort war, wo er war. Wir wussten, dass Bertie gut sozialisiert sein würde, aufs Töpfchen gehen, an der Leine gehen und sich gut amüsieren würde. Die Züchterin würde ihr Bestes tun, wenn es die Corona-Einschränkungen erlaubten.

Erst im Mai konnten wir eine Lösung finden, um Bertie nach Schweden zu bringen. Die Grenzen öffneten sich langsam für den gewerblichen Verkehr . Wir wussten, dass der Züchter gut mit einem Hundetransporter befreundet war und dessen Dienste häufig in Anspruch nahm. Also sprang Bertie an einem Montagnachmittag in unserem Garten aus dem Wagen, machte einen kleinen Spaziergang und traf dann fröhlich sein neues Rudel, einen Hund nach dem anderen. Der gutaussehende Bertie fühlte sich sofort wie einer von der Bande. Zwei Monate später als geplant war er endlich hier bei uns. Wir sind so glücklich mit unserem gut sozialisierten und hübschen Corona-Welpen!

Türchen Nummer 6

Aus der Kategorie: Adventskalender Classics  Die nachfolgende Geschichte erschien schon im letzten Jahr, allerdings leider nicht an dem Tag, der ihr zusteht: dem Nikolaustag. Heute ist wieder der Nikolaustag – viel Freude mit der passenden Geschichte:

Von Claudia Goerißen mit Miklós Nemes Medve vom Drachenfels: Namenstag

Es ist schon eine Weile her, wir waren am 6. Dezember zu einer schönen Hunde Runde unterwegs. In den Feldern und der Junge durfte frei laufen. Ein älterer Herr kam uns ohne Hund entgegen und als er so auf etwa 30 Meter ran war habe ich “Miklós komm her“ gerufen, der Hund kam wie immer sofort, bekam sein Leckerchen, wurde abgesetzt und zusätzlich, damit niemand Angst haben musste am Halsband gesichert. Kommt der Mann zu uns her und fragt“ heißt der wirklich Miklós? Na dann hast du ja heute Namenstag du hübscher Bub“ Ich hab echt gestaunt dass in unserer Gegend jemand so was weiß.

Türchen Nummer 5

von Angelika Lanzerath: Spaziergang mit Überraschung

Ich war mal wieder mit meinen 3 Mädels unterwegs. Hier in der Eifel sind die Möglichkeiten ideal: riesige Wiesen, auf denen sie toben können, viel Wald , wo es  Spannendes zu  erschnüffeln gibt. Je weiter man sich von den Parkplätzen entfernt, um so weniger Leuten begegnet man. Shani , Schnuppe und Venya durften frei laufen, da sie ohnehin keine Probleme haben mit Joggern, Radfahrern und Spaziergängern. Außerdem sind sie gut abrufbar (eigentlich…..). Wir 4 genossen die Ruhe und waren gut 1 Stunde unterwegs, als wir uns auf unserer Runde einer Schutzhütte näherten. Ich überlegte kurz, ob ich die Hunde anleinen sollte, es könnte ja jemand dort verweilen…………. zu spät: Meine Vierbeiner nahmen selbige „in die Hand“ und starteten durch. Natürlich nahm ich sofort die Verfolgung auf, hatte aber logischer Weise keine Chance. Ich hörte aus der Hütte schallendes Gelächter und die Rufe: “Nein, das ist mein Brötchen“! Sehen konnte ich viele hoch gestreckte Arme, die wohl Essbares in der Hand hielten, um es vor meinen Hunden zu verteidigen. Ich wäre am liebsten im Erdboden verschwunden, wurde aber freundlich empfangen mit der Bemerkung: „Ach kein Problem, das sind ja ein paar ganz nette Hunde!“ Uff, mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich konnte die Truppe gerade noch davon abhalten, nun doch noch die Brötchen mit meinen Hunden zu teilen….Ansonsten hätten die Drei ab sofort jede Schutzhütte überprüft, ob dort auch so nette „Futterverteiler“ zu finden sind.

Türchen Nummer 4

Einge von Euch erinnern sich vielleicht noch an das Modell RUMO2000 aus dem letzten Jahr. In dieser Geschichte zeigt sich der Protagonist aus fast neutraler Perspektive ganz privat.

von Verena Menzel: Ein Bergi für einen Tag

Als man mich fragte, ob ich für einen Tag lang auf einen Bergi aufpassen möchte, war sofort mein Gedanke: Ja liebend gern!  Denn ich als offizielle Hundeliebhaberin habe mir überlegt, das ist meine Chance einen Tag als Hundeherrchen zu durchleben. Sozusagen die Feuerprobe für ein Leben mit Hund.

Diese Möglichkeit hatte ich deswegen, weil die Bergi-Besitzer, zu Besuch in Dresden, zu einer Feier wollten und dort Hunde nicht erwünscht waren.  Deswegen hielten Sie Ausschau nach einem Hundesitter. Sie fragten Dagmar, vielleicht wüsste sie jemanden und ihr kam dazu sofort ihre Nichte in den Sinn. Ich sagte spontan zu. Ein Fall von gesucht und gefunden.

Ich kenne bereits die Bergi-Rasse durch meine 2 Fell-Cousins Foppolo und Anthony, die mich immer mit herzlichen Knuddeleinheiten begrüßen. Auch habe ich bereits kennengelernt, wie es ist, wenn gleich ein ganzes Bergi-Rudel aufeinander trifft, denn das Treffen in Dresden zu Himmelfahrt 2019 https://bergamasker-hirtenhund.info/?p=4960 konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Mein Gedanke jedes Mal bei dieser Rasse: Man sind die vielseitig!

Aber genug zur Vorgeschichte, lassen wir den Tag beginnen.

Ich bin aufgestanden (1 Stunde vor meiner Wohlfühlzeit 😉 ) und hab alles vorbereitet. Das bedeutete für mich: Alles wegräumen was möglicherweise essbar sein könnte und sich in Hundehöhe befindet. Die Türen der Räume schließen, in die der Bergi leider nicht hinein darf aus verschiedenen Gründen. Und nochmal kontrollieren, wie das Wetter wird. Wetter wird gut, dass bedeutete mehr Beschäftigungsmöglichkeiten.

Dann klingelte es und ein freundlicher aufgeregter Hund namens Rumo stand vor mir, natürlich mit passendem Herrchen dazu.

Wir haben noch schnell darüber geredet, ob es irgendwelche Besonderheiten gibt oder Dinge, auf die ich achten sollte, aber dieser Bergi ist als pflegeleicht bekannt.

So, Herrchen ist gegangen und Rumo hatte bereits gefrühstückt. Ich aber noch nicht. Also ran an die Cornflakes Schüssel und guten Appetit!

Nach dem Frühstück hatte ich eine kurze Müdigkeits-Attacke, die mich dazu bewegte, mich noch für eine halbe Stunde auszuruhen, aber Rumo (ein junger dynamischer Hund) war natürlich voller Energie und bereit in den Tag zu starten.

Das war mein Stichwort und ich packte alle Sachen zusammen. Die Hundetasche war schon mit allem nötigen bestückt, also fehlte nur noch eine Wasserflasche für mich und Bergi.

Es ging zur Haustür raus und schon stand meine erste Mutprobe vor mir. Autofahren mit Hund, denn durch die Stadt wollte ich nicht Gassi gehen.

Also Rumo ins Auto und angeschnallt. Ich ins Auto und angeschnallt. Motor an. Blick nach hinten zum Bergi. Rumo liegt auf der Rückbank und ist die Ruhe selbst. Die Herrchen hatten recht. Dieser Hund ist pflegeleicht.

Also sind wir losgefahren und schlappe 15 Minuten später standen wir auf einem kostenfreien Parkplatz in Moritzburg.

Es war gegen 9 Uhr und noch kein Touri in Sicht, aber bereits die ersten Pferdekutschen. Rumo bleibt gelassen, ich bleib gelassen und schon ging alles reibungslos ab.

Als wir zur Hälfte um den See waren und Rumo schon ein paar Pinkelpausen und Schnupperrunden hatte, wurde es Zeit für sein großes Geschäft. Kein Problem, ich habe die Hundetüte rausgeholt, das Häufchen (was übrigens etwas mittiger auf dem Weg platziert wurde) aufgesammelt und dann…weggeschmissen? Ich hielt Ausschau nach rechts und links, nichts zusehen. Kein Mülleimer in Sicht. Na gut, geht’s halt weiter mit Tüte in der Hand. Nach 10 Minuten laufen wurde es mir langsam zu viel und ich habe eine andere Passantin mit Hund gefragt, ob sie schon eine Möglichkeit gefunden hat. Ihre Aussage war: „Um den ganzen See finden Sie keinen Mülleimer, nur direkt am Schloss.“ Wie weit entfernt mir auf einmal dieses Schloss vorkam. Aber na gut los gehts. Nochmal 10 Minuten gelaufen und schon richtige Vorfreude über einen Mülleimer empfunden, den ich in weiter Entfernung sah.

PS: Am Schloss gibt es sogar gleich mehrere Mülleimer! Da kann man sich auf Anhieb gleich gar nicht entscheiden 😉

Es war bereits gegen 11 Uhr und die Touris eroberten das Schloss. Ich beantwortete fleißig alle Frage (soweit ich konnte) über den Bergamasker Hirtenhund und fand es wirklich großartig mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen. Es waren Alle sehr freundlich und interessiert. Als sich dann eine kleine Traube bildete, wurde es mir allerdings zu viel, also beschloss ich weiterzuziehen.

Rumo wieder rein ins Auto und los. Während der halben Stunde Autofahrt, bemerkte ich schon, dass es nicht nur für mich anstrengend war, in der Sonne und bei so vielen Menschen am Schloss zu sein, sondern auch für den Hund.

Also ging es dann nach Hause in den Garten zum Ausruhen. Wir verbrachten den Nachmittag noch mit faulenzen, Spaziergänge durch die Heide und spielen im Garten. 

Zum Abendbrot gab es für mich Gegrilltes und für den Bergi seine abgewogene Portion Hundefutter. Kurze Zeit später, riefen die Herrchen an und holten ihn ab.

So nette Menschen, natürlich haben wir noch ein bisschen gequatscht.

Man kann sagen: Hund glücklich, Herrchen glücklich, ich glücklich. 

Der Tag war sehr interessant für mich und ich konnte einiges für mich selbst herausfinden, was die Hundehaltung angeht.

Mein Wunsch nach einem Hund bleibt auf jeden Fall bestehen, es ist einfach nur noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

Die interessanteste Frage für euch: Wird es ein Bergi werden?

Meine Antwort: Wer weiß was das Schicksal für Pläne für mich hat, aber freuen würde ich mich darüber.

Türchen Nummer 3

von Marion Mattieu: Von Drauß vom Walde komm ich her.

Von drauß vom Walde komm ich her,

Ich muss euch sagen da gefällt es mir sehr!

Allüberall sah ich Häschen sitzen,

Sah ich Rehlein flitzen.

Und vom grauen Himmel herunter

Fielen die Regentropfen freudig und munter.

Und wie ich so strolcht durch den Wald,

Da rief mein Frauchen schon viel zu bald!

„ Elliot „ rief es, „ du alter Gesell,

Hebe die Pfoten und spute dich schnell!

Die Laternen fangen zu leuchten an,

Das Hundefutter ist aufgetan,

Du und ich sollen nun

Von der Jagd im Walde ruhen.

Und morgen wollen wir in die Stadt,

Die viele Bäume zum P… hat.“

Ich bellte: „ O Frauchen, so ein Mist,

Meine Runde fast zu Ende ist.

Ich will nur noch an diesen Baum.

Mein Beinchen ich hebe mich kaum.“

„ Hab’ dein Leinchen schon bei mir.“

Ich bellte: „ Das Leibchen schon hier!“

Denn Frauchen und Herrchen nutzen es beide,

Auch wenn ich es im Walde gar nicht leide.

„Hast deine Stute auch bei dir?“

Ich bellte:“ Die Rute, die ist hier,

Doch nur für die Menschen, die netten,

Da kann ich vor Wedeln mich nicht retten.

Frauchen sprach:“ So ist es recht!

So gehst nach Haus, mein treuer Knecht!“

Von drauß vom Walde komm ich her,

Ich muss euch sagen, da gefällt es mir sehr.

Nun sprecht, wie ich hierin es find.

Ins Körbchen ich geschwind verschwind….

Ich wünschen allen eine schöne Zeit und einen besonderen Advent mit den Hundis

1000 liebe Grüße

Marion Mathieu mit Elliot

Türchen Nummer 2

von: Iris Roller: Bergis in den Bergen – Frodo der Gipfelstürmer

Als wir uns nach einer geeigneten Hunderasse umschauten, haben wir die Suchmaschine im Internet zur Hilfe genommen. Unsere Kriterien waren mittelgroß, bergtauglich, nicht haarend, kein Jagen und eigenständiges Denken. Das Ergebnis – der Bergamasker – Trefferquote nahezu 100 Prozent Eigenständiges Denken – das kann er definitiv !!! Nicht selten wird beim Rückruf mehrmals in alle Richtungen geschaut nach dem Motto „wieso soll ich jetzt kommen wenn doch gar nichts ist, lieber gehe ich auf Nummer sicher und schau noch mal genauer“ Woran wir uns aber jedes mal aufs Neue freuen ist, wenn wir mit Frodo in den Bergen wandern. Es ist ja nicht so dass Frodo bei uns zu Hause zu kurz kommt. Die Streuobstwiesen und Wälder fangen direkt neben unserem Haus an, er hat also Natur pur vor der Haustüre. In den Bergen versprüht er aber eine so unglaublich große Freude, dass uns jedes mal das Herz aufgeht. Mit einer Leichtigkeit bewegt er sich in jedem Terrain. Je höher und steiler es hinauf geht, umso besser! Auf mich, der Bremsklotz, wird geduldig an der nächsten Kehre gewartet . Lachend (das kann er wirklich) schaut er zu mir herunter als wollte er sagen, wann kommst Du endlich! Beim Abstieg können wir uns auf keinen Fall verlaufen, da er uns immer den Weg zurück anzeigt, selbstredend inklusive der  Plätze wo wir Rast gemacht haben! Eines findet er aber total doof und unverständlich, dass er mich, das schwächste Schaf der Herde, zurücklassen soll wenn mir der letzte Anstieg bis zum Gipfel zu schwer ist. Er wäre kein Bergi, wäre es nicht so. Inzwischen hat er aber gelernt, dass ich genau dort warte und nicht verloren gehe. Menschen zaubert er (fast) immer ein Lächeln ins Gesicht und wenn er dann noch seine Purzelbäume auf den Almwiesen oder im Schnee schlägt hat er alle Herzen für sich gewonnen. Es ist unschwer zu erkennen – wir sind voll und ganz dem BERGIcharme erlegen! Aber das kennt Ihr sicherlich!

Wir wünschen Euch allen eine besinnliche Adventszeit! 

Türchen Nummer 1

von Ute Kühnel: Herdenschutz mal nicht so ernst gesehen

Wenn man schon Anna-Sissi Prinzessin Idefix vom Ehrenberger Hof heißt, dann darf man doch seinen Job als Herdenschützerin in angenehmer Position wahrnehmen – ich bin immerhin eine Prinzessin. Warum soll ich mich auch einfach auf die Wiese legen, mich auf einen einfachen Palettenhaufen oder mich mit ähnlichem Zeugs begnügen – ich bin nun mal die Sissi und da steht mir meine Liege doch wohl zu. Meine mir zum Schutz gegebenen, sprich meine Alplaka-Freundinnen und auch meine „Hühners“ – Ihr wisst ja, mein Job ist es meine „Hühners“ zu schützen, sind immer in meiner Nähe und von meinem super bequemen Liegeplatz auch gut sichtbar und jederzeit fix zu erreichen. Gevatter Fuchs schleicht hier des Öfteren durchs Gelände – der Knabe hat es auf meine Schutzbefohlenen abgesehen – den tricks ich aus – ich auf meiner Liege und der Rest vom Rudel ist auch nicht weit – komm nur her du Wicht – bekommst meine Hühners niemals nicht. Ich zieh Dir lang die Ohren dein – kommst niemals ungeschoren heim.

Und die Moral von der Geschicht – mit Anna-Sissi Prinzessin Idefix macht man solch Späßchen niemals nicht – lasst immer bequem mich ruhn – ich werde brav und sicher meine Arbeit tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.