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Herbstwanderung am Edersee

Text : Sylvia Thiel

Fotos : Alexander Seitz

Herbstwanderung am Edersee

Am zweiten Oktoberwochenende lud die Landesgruppe 1 des KfUH die Mitglieder, Freunde, Welpenkäufer und Welpeninteressierte zur Herbstwanderung am Edersee in Hessen ein. Geographisch gesehen von Hildesheim bis Fürth bei Nürnberg, von Dresden bis nach Trier und nahezu aus allen Landesgruppen kamen die 46 Teilnehmer angereist.

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich die ersten Teilnehmer bereits am Freitagnachmittag auf der Terrasse des Edertaler Hofes ein. Die Hunde konnten sich auf der hauseigenen Hundewiese austoben und kennenlernen und die Teilnehmer tauschten sich derweil rege über ihre Hunde aus.

Am frühen Abend starteten wir zu Fuß mit den Hunden entlang des Afolderner Sees zum Gasthaus Zündstoff zum Abendessen. Die Hunde lagen dort entspannt unter den Tischen oder um die Tische herum und machten somit hervorragend Rassewerbung für sich.
Zurück ging es durch die Dunkelheit – wie gut, dass der ein oder andere an eine Taschenlampe gedacht hatte. Die Kinder hatten bei der Nachtwanderung ihren Spaß.
Danach genossen wir alle satt den gemeinsamen und geselligen Abend bis weit nach Mitternacht.

Nach dem Frühstück ging es am Samstagmorgen pünktlich um 10 Uhr los Richtung Jausestation *Zum Waldbölker* auf dem Peterskopf – unserem Tagesziel.
Da sie die Strecke bereits einmal gegangen waren, führten uns Peter und Andrea aus der Nähe von Dresden, mit ihrer Bergamaskerhündin Zsuzsa zielsicher durch das Naturreservat Kellerwald. Leider mussten wir wegen gesperrter Brücken einen Umweg in Kauf nehmen, was die Stimmung bei dem herrlichen Wetter jedoch nicht trübte. Die Gruppe kam zügig voran und schaffte die ca.8 km Anstieg auf 500 Höhenmeter in 2,5 Stunden. Das wohlverdiente Bier, ein leckeres Mittagessen und nette Gespräche ließen uns den anstrengenden Aufstieg schnell vergessen.

Nach einer ausgiebigen Pause entschied die Gruppe, den Rückweg auch wieder durch den Wald anzutreten. Ein Teil der Gruppe stieg jedoch noch höher, um die Aussicht über das Edertal zu genießen. Schnell hatten sie uns am Wald-Kneipbecken wieder eingeholt und die Abkühlung kam auch unseren Hunden sehr entgegen.

Zurück am Edertaler Hof wurden die Hunde versorgt und der ein oder andere bekam eine Pause von dem großen Rudel.
Schnell fand sich die Gruppe wieder bei der Tenne ein, um an die Gespräche vom Vormittag anzuknüpfen. Anhand verschiedener GPS-Tracker erfuhren wir, dass die Wanderstrecke 19 km betrug.
Alle waren begeistert wie die Mensch- und Hundegruppe harmonierte. So gab es keine größeren Probleme unter den Hunden. Vielen Dank den Teilnehmern, welche mitgedacht hatten und auch mal Abstand zwischen die Jungrüden/Rüden gebracht haben.

Am Samstagabend stärkten wir uns mit italienischem Essen, welches wir durch einen Pizzadienst liefern ließen. Eine Meisterleistung! 42 Essen die wirklich auf einmal und warm bei uns ankamen. Bei Kerzenschein und der ein oder andern Flasche Wein wurde es auch am Samstag recht spät.

Das letzte Frühstück am Sonntag und das gemeinsame Aufräumen der Tenne haben gut geklappt. Hier noch ein Dank an alle helfenden Hände.

Alexander Seitz – der Gruppenfotograf – hatte noch zu einem gemeinsamen Fotoshooting gerufen. Ein Teil der Teilnehmer fehlt jedoch leider auf den Gruppenbildern. Alex erklärte sich bereit für alle Teilnehmer Foto-CD´s zu brennen. Vielen Dank dafür Alex.

Die Nachzuchten aus den drei deutschen Bergamaskerzuchtstätten nutzten diese Gelegenheit gleich für gemeinsame Gruppenbilder.
Ein großer Teil der Gruppe besuchte zum Abschluss noch gemeinsam die drittgrößte Staumauer Deutschlands am Edersee, welche durch einen Bombenbeschuss der Engländer im 17. Mai 1943 traurige Berühmtheit erlangte. Durch die Explosion entstand damals in der Mauer eine halbkreisförmige Öffnung von etwa 22 m Höhe und an der Mauerkrone von 70 m Länge. Durch diese strömten durchschnittlich 8000 m³ Wasser pro Sekunde aus – insgesamt rund 160 Millionen m³, was rund 80 % des Speicherraums ausmacht. In der Folge ergoss sich damals eine 6 bis 8 m hohe Flutwelle durch das untere Edertal.
Durch die extreme Wetterlage im Jahr 2018 befanden sich bei unserem Besuch nur noch 16 % des eigentlichen Fassungsvermögens des Stausees in diesem – was jeden ein bisschen zum Nachdenken anregte. Selbst Grundmauern der damals beim Aufbau gefluteten Dörfer wurden durch das Niedrigwasser wieder freigelegt.

Zu schnell ist das Wochenende vergangen, es war wundervoll mit euch und gerne wiederholen wir das.

Bis zum nächsten mal
Sylvia & Gundula

PS.: Wer noch Fotos vom Wochenende am Edersee zur Galerie hier beisteuern möchte, kann sie uns gern zusenden.

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