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36. RADUNO DEL CANE DA PASTORE BERGAMASCO

Text und Fotos : Werner und Evelyn Resch aus Kärnten 

36. RADUNO DEL CANE DA PASTORE BERGAMASCO 

in Italien organisiert vom italienischen Bergamasco-Club S.A.B. 

28.+29. Juli 2018
in Cevo Valsaviore im Parco Dell‘Adamello

Das 36. Raduno der S.A.B., das 1. für uns!
Vor einigen Wochen haben wir auf der SAB Seite die Ankündigung des Radunos (Treffen) gelesen. Eigentlich ja eine tolle Sache. Kann man doch viele Bergamasker, von denen man sonst nur hört oder liest, in Natura sehen. Operation gestartet, Mail geschrieben und eine nette Antwort mit Anmeldebogen etc. bekommen. Ausfüllen mit unseren Freunden in Tarvis , Überweisung der Startgebühr für Conte und das Experiment konnte beginnen. Nach ein paar Mails hatte ich schon gute Kontakte geknüpft, mit denen mir dann auch die Anmeldungen zum Essen geglückt ist. Die Hotelsuche war etwas schwieriger, da gleichzeitig ein Milchfest in dem Ort stattfand und die Zimmer natürlich nur beschränkt verfügbar waren. Aber im Rock Art Cafe wurden wir fündig, genau gegenüber des Parks und des Geländes für das Raduno.
Grundsätzlich ist ja Ende Juli eine schöne Urlaubszeit, aber die Fahrt in den Urlaub kann dann eventuell etwas schwierig sein. Da die Verkehrsvorhersagen für dieses Wochenende schlechtes vorhersagten, haben wir gleich einen Weg durchs Hinterland gewählt, da die Baustelle zwischen Udine und Venedig sehr stauanfällig ist. Das dauert zwar eine halbe Stunde länger, aber wir sind gefahren, und die Autobahnfahrer sind gut 2 Stunden gestanden. Auf der Autobahn Venedig Mailand dann der übliche Verkehr, aber keine Unfälle oder so. Von Brescia weg ging es dann in die Berge. Da kam dann der große Auftritt unseres Navis. Einstellung ökonomisch ist dann wohl ein Synonym für schwachsinnig. Je weiter wir in die Berge kamen, je enger die Straßen wurden, desto mehr schlug das Ding „ökonomische“ Routen vor, die maximal mit einem Mofa fahrbar gewesen wären. Schlussendlich musste ich aussteigen und die vor uns liegende Strecke zu Fuß ergründen, dann den Entschluss zum Umkehren fassen (20x vor/zurück), und dann dem Gefühl nach auf den Berg gefahren. Oben angekommen (Cevo Valsaviore liegt auf 1100 m Höhe), ein wunderschöner Park, kleine Hotels und die ersten Pastore Bergamascos! Die Leute in Cevo waren ausgesprochen nett und haben sich über jeden neu angereisten Bergamasker sehr gefreut. 
Am Samstagvormittag dann das Eintreffen weiterer Bergamasker. Einige als Teilnehmer bei der Pastore Bergamasco Spezial-Rasseausstellung, einige aus reinem Interesse.
Alles insgesamt sehr unkompliziert. Der Ring an einer Seite mit 2 Richtertischen begrenzt, an der anderen durch einen Tisch mit Preisen, die 3. Seite durch ein Transparent, die 4. Seite durch Zuschauer.
Zuerst war das Kennenlernen angesagt. Ein Spaziergang rund um den Hügel war dafür bestens geeignet.
Danach dann ein gemeinsames Mittagessen mit Porchetta und Polenta. Ungezwungenes Geplauder, vorzugsweise natürlich über den Pastore Bergamasco. Da musste man als Neuling bei den Profis natürlich gut hinhören und Tipps und Tricks sammeln.
Mit vollem Bauch ein paar Schritte zum Ring. Startnummern holen.
Die Startliste zeigte so manch großen Namen.
Für uns natürlich der wichtigste, Artu, Conte´s Vater von Devis Albani.
Toller Hund mit tollen Herrchen und Frauchen. Wir haben uns mit allen sehr gut unterhalten und wenn es mal zu Gesprächsproblemen gekommen ist, hat Jutta uns toll weitergeholfen.
Bei den Rüden ist ja noch alles gut gelaufen, doch dann hat uns der Regen wieder einmal eingeholt und hat eine Unterbrechung erzwungen. Devis hat dann beim angrenzenden Lokal einen überdachten Bereich ausfindig gemacht, wo die Teilnehmer unter dem Dach stehen konnten und nur für die Präsentation in den nun schwächer werdenden Regen laufen mussten. Es war insgesamt schade, hat aber gezeigt, wie locker alle drauf waren, dass weder der Regen, noch die niederen Temperaturen die Stimmung trüben konnten.
An den Bildern kann man sehen, wie schön es zu Beginn war, und wie dann der Regen selbst das Fotografieren fast unmöglich gemacht hat.
Am Ende war dann wohl jeder froh, ins Zimmer (oder Wohnmobil) gehen zu können, um sich aufzuwärmen. Aber schon bald danach, beim gemeinsamen Abendessen in einem nahen Restaurant, waren alle wieder guter Ding und es konnte weiter über unsere Hunde gefachsimpelt werden.
Aber auch ein schöner Tag muss einmal zu Ende gehen.
Am Sonntag war dann noch eine Hüte-Vorführung an Schafen  geplant, ein Besuch beim „Croce del Papa“ – des Papstkreuzes und ein Besuch des Milchfestes mit einer Schäferjause.
Das mussten wir leider sausen lassen, da für den Sonntag die Verkehrsprognosen noch wesentlich schlechter vorhergesagt wurden, als für den schon schlechten Freitag. Deshalb haben wir uns nach dem Frühstück und einer Verabschiedungsrunde auf den Heimweg gemacht, und gut daran getan. Zwischen Venedig und Udine ging offensichtlich wenig bis gar nichts und so sind wir bei Venedig wieder ins Hinterland ausgewichen und damit ohne Stehen weitergekommen. Zwar etwas langsamer als geplant, aber wir sind gefahren.
Am Montag war wieder Arbeit angesagt.
Dieses Raduno wird sicher nicht unser letztes gewesen sein.

Liebe Grüße aus Kärnten
Werner und Evelyn

 
hier ein Link zur italienischen SAB Facebook Gruppe und dem Album mit vielen Bildern zum Raduno
 

Fotos von Evelyn und Werner :

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